DAS ANGEBOT DER BIBLIOTHEK
Entsprechend der Aufgabenstellung der Bibliothek ist
schwerpunktmäßig der Bestand an
musikpädagogischer Literatur und Instrumentalschulen
ausgebaut. Ein ebenso wichtiger Teil der Notensammlung ist
das instrumentale Zusammenspiel von der Kammermusik bis zu
diversen Orchesterbesetzungen. Über 100 laufend
bezogene Zeitschriftentitel garantieren den aktuellen
Informationsstand.
Noten werden seit 1992 in einer
Datenbank erfasst. Sie
enthält alle Neuzugänge und die in die
Repertoireverzeichnisse aufgenommenen Titel und steht auch
den Benutzern als Katalog zur Verfügung. In die
Datenbank integriert ist ein Komponistenverzeichnis, das
biographische Kurzangaben zu rund 12.500 Komponisten bietet.
Seit 1994 werden in zwei weiteren Datenbanken Tonträger, audiovisuelle
Medien und Bücher erfasst. Der Bestand an Compact Discs, Musikkassetten,
Videos, CD-ROMs und DVDs ist
vollständig katalogisiert. Die Bücherdatenbank
enthält den gesamten Buch- und Zeitschriftenbestand.
Die Bundesakademie erhielt durch Schenkungen
Nachlässe, deren Bestände und Werke für die
Laienmusik von besonderer Bedeutung sind:
Das Archiv Hermann Ambrosius
(1897-1983, Komponist) umfasst Kompositionen von
Ambrosius für instrumentale und vokale
Kammermusikbesetzungen und für Zupforchester. Die
knapp 700 Werke sind in der Notendatenbank enthalten und im
Werkverzeichnis. Archiv Hermann Ambrosius, Hamburg,
Musikverlag Trekel 1998 dokumentiert.
Die Sammlung Konrad Woelki (1904-1983,
Komponist und Musikpädagoge) umfasst Werke des
Komponisten und Bearbeitungen für Zupfinstrumente und
Zupforchester, außerdem Zeitschriften und Dokumente
zur Geschichte der Zupfmusik.
Im Jahre 2000 konnte das Archiv
von David Whitwell, Los Angeles,
übernommen werden, das wichtige Ergänzungen der
Bibliotheksbestände im Bereich Noten und Bücher
zur Geschichte der Blasmusik / Band Music enthält.
Der Nachlass von Lukas Haug (1921 - 1992) wurde im Jahr 2006
in das Archiv der Bibliothek aufgenommen. Er umfasst sowohl veröffentlichte
Kompositionen als auch unveröffentlichte Manuskripte von Lukas Haug
aus den Bereichen Vokalmusik, Orgel, Blasmusik, Musik für Kinder
u.a. sowie einige Monographien.
Den Nachlass des deutschen Komponisten Paul Kühmstedt (1908- 1996)
erhielt die Bundesakademie im Jahr 2008 zur Aufnahme in ihr Archiv. Er enthält Druckausgaben
und Manuskripte aus dem persönlichen Besitz des Komponisten.
Im Jahr 2009 konnte die Bundesakademie den Nachlass des deutschen Komponisten
Hans M. Hauswirth (1901 - 1979) vom Musikverlag Preißler übernehmen. Er enthält
ausschließlich unverlegte Kompositionen und Bearbeitungen von Hans M. Hauswirth.
Weiterhin unterhält die Bundesakademie das von
Prof. Hugo Noth gegründete
Manuskriptearchiv Akkordeon-Solo und
Akkordeon-Kammermusik. Diese unveröffentlichten
Kompositionen sind im Notenkatalog nachgewiesen; 2004 wurde
ein neues, aktualisiertes Verzeichnis des
Manuskriptearchivs nach bibliographischen Gesichtspunkten
erstellt. Die Noten sind als Archivkopien käuflich
erwerbbar, ein Prospekt ist erhältlich.
Das Archiv Siegfried Behrend
umfasst Korrespondenz und weitere Dokumente.
Die Sammlung Dr. Hermann Moeck
und Bestände der Bibliothek von Prof. Guido Waldmann wurden in das Archiv
aufgenommen.
Das Zeitschriftenarchiv
enthält neben den alten Jahrgängen der laufenden
Titel einen Bestand von 230 abgeschlossenen
Musikzeitschriften. Den Grundstock bildeten dabei die
Sammlung des Moeck-Verlages und die Bibliothek von Guido
Waldmann, die als Schenkung in das Archiv eingearbeitet
wurde. Sämtliche Zeitschriftentitel sind mit den
vorhandenen Jahrgängen in der Bücherdatenbank
verzeichnet.
Daneben beherbergt die Bundesakademie die Archive der Mitgliedsverbände Deutscher
Musikrat, European Guitar Teachers Association, Deutscher
Harmonika-Verband, Deutscher Zithermusik-Bund und Deutsche Viola-Gesellschaft sowie die
Archive "Neue Kammermusik" und "Leopold" des Verbandes
deutscher Musikschulen.
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