Digitale Werkzeuge im Rahmen inklusiver musikalischer Ausbildung

Mit dem Projekt „Digitale Werkzeuge im Rahmen inklusiver musikalischer Ausbildung“ greift die Bundesakademie Trossingen eine vielfach geäußerte Frage aus den Amateurmusikvereinen auf: Mit welchen Methoden lässt sich Inklusion in der musikalischen Ausbildung konkret umsetzen? Insbesondere sollen im Rahmen des Projekts digitale Werkzeuge für die Lösung dieser Aufgabe erarbeitet werden. Kooperationspartner ist die Deutsche Bläserjugend (DBJ).

Um Informationen für Verantwortliche direkt verfügbar zu machen, ist ein Online-Portal geplant. Dort sollen unter anderem Methoden, rechtliche Hinweise, Tipps für gute Praxis sowie Informationen über Förderprogramme und Beratungsmöglichkeiten bereitgestellt werden. Die Plattform verstärkt außerdem die Vernetzung der Engagierten in der inklusiven musikalischen Arbeit. Ein weiteres digitales Werkzeug sind Online-Tutorials, die sowohl für Lehrkräfte als auch für Lernende hilfreich sein können: Sie unterstützen Lehrkräfte bei der Planung und Umsetzung und sprechen Lernende auf mehreren Sinnesebenen an. Die Bundesakademie Trossingen wird daher entsprechende barrierearme Videos entwickeln lassen.

 

Im Rahmen des Jugendcamps der Deutschen Bläserjugend Ende Juli 2017 führten Projektleiter Matthias Laurisch und Dozent Matthias Wolf einen Workshop zu Methoden inklusiver Musikvermittlung durch. Fast 30 Teilnehmende des Camps waren dabei, als über den Begriff Inklusion und die Umsetzung inklusiver Gedanken in musikpädagogischen Methoden diskutiert und vieles live ausprobiert wurde. Die Teilnehmenden waren aus ganz Deutschland zum DBJ-Jugendcamp 2017 angereist und kommen aus Vereinen der Blas- und Spielleutemusik. Sie sind zwischen 12 und 30 Jahren alt und in ihren Vereinen in der Jugendarbeit eingebunden. Gemeinsam wurde der Inklusionsbegriff erarbeitet. Es folgte eine Auseinandersetzung mit der neuen D-Reihe der Blasmusikverbände als Beispiel für musikpädagogische Arbeit auf Verbandsebene. Einzelne Elemente wurden dann darauf geprüft, wo sie Barrieren schaffen und Zugänge neu gedacht werden müssen. Matthias Wolf vermittelte darauf aufbauend verschiedene Methoden und erläuterte die Hintergründe. Die Teilnehmenden zeigten sich sehr offen und wissbegierig und konnten wichtige Impulse mitnehmen. Sie betonten die Notwendigkeit offener Methoden und das Hinterfragen tradierter Vorgehensweisen. Dieser Workshop konnte dazu gute Anregungen geben.

Das Projekt „Digitale Werkzeuge im Rahmen inklusiver musikalischer Ausbildung“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Ansprechpartner

Matthias Laurisch
Referent für Bildung und Jugendpolitik
der Deutschen Bläserjugend
Tel.: 030 - 20 64 91 65
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