Inklusive musikalische Ausbildung und Qualitätssicherung im Ausbildungssystem der Laienmusik

Die aktuelle Debatte um Diversität und Inklusion betrifft auch Musikverbände: Barrieren, die Zugänge erschweren, müssen gefunden und abgebaut werden. Im Fokus vieler Verbände steht dabei vor allem die musikalische Ausbildung junger Menschen. Im Jahr 2016 führte die Bundesakademie Trossingen daher das Projekt „Inklusive musikalische Ausbildung und Qualitätssicherung im Ausbildungssystem der Laienmusik“ durch. Kooperationspartner war die Deutsche Bläserjugend (DBJ).

Ziel des Projekts war es, das in Deutschland verbreitete System der D-, C- und B-Lehrgänge auf seine inklusiven Entwicklungsmöglichkeiten zu prüfen und entsprechende Ansätze in der neuen Richtlinie zur D-Reihe zu verankern – denn nur durch eine offene und barrierearme Gestaltung bekommen alle Menschen gleichermaßen Zugang zu musikalischer Bildung. Chancen dafür liegen beispielsweise in der Individualisierung von Lernzielen und einer größeren Methodenvielfalt. Die neue Rahmenrichtlinie sowie die erarbeiteten Ansätze für die musikalische Arbeit wurden im November 2016 bei einer Methodenschulung an der Bundesakademie Trossingen vorgestellt. Zudem erarbeiteten die Projektpartner sowohl eine Gesamtpublikation zur D-Reihe mit Methodenhinweisen, Referenzliteratur und weiterführenden Texten als auch eine Praxisbroschüre für den Erstzugang zum Thema „Inklusion“.

Das Projekt „Inklusive musikalische Ausbildung und Qualitätssicherung im Ausbildungssystem der Laienmusik“ wurde gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Ansprechpartner

Matthias Laurisch
Referent für Bildung und Jugendpolitik
der Deutschen Bläserjugend
Tel.: 030 - 20 64 91 65
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