Digitale Zukunft in der musikalischen Kinder- und Jugendbildung

Dritte Orte im Spannungsfeld digitaler Räume und analoger Wirklichkeiten

Digitale Technologien verändern den Alltag von Kindern und Jugendlichen nachhaltig – auch das Musiklernen und Musizieren. Neue Orte, neue Werkzeuge und neue Lernformen erweitern die klassischen Settings musikalischer Bildungsarbeit, werfen zugleich aber auch Fragen nach Partizipation, Verantwortung und Risiken auf. Die Tagung „Digitale Zukunft der musikalischen Kinder- und Jugendbildung“ (3.–5. Mai 2027, Bundesakademie Trossingen) nimmt diese Entwicklungen aus Perspektiven von Praxis, Wissenschaft und Kulturpolitik in den Blick. Fachkräfte, die digitale Entwicklungen begleiten und für die eigene Arbeit fruchtbar machen möchten, und alle Interessierten sind herzlich eingeladen – gerne mit Beiträgen, Fragen und Diskussionsbereitschaft

Die Tagung lädt dazu ein, diese Verschiebungen aus verschiedenen Perspektiven zu beobachten und zu reflektieren, sie als Möglichkeit zu begreifen, die produktiv und aktiv mitgestaltet werden kann und muss: Musikalische Bildungsarbeit steht hier vor der Herausforderung, an neuen Orten, mit neuen Werkzeugen und neuen Lernformen gelebt zu werden. Dass diese Entwicklung zugleich auch mit nicht unerheblichen Risiken und Gefahren verbunden ist, muss hierbei ebenso bedacht werden wie die Herausforderungen der sich ändernden Partizipationsvoraussetzungen, die durch die voranschreitende Digitalisierung geschaffen werden.

Gemeinsam mit Fachkräften aus Praxis, Wissenschaft und Kulturpolitik fragen wir, wie musikalische Kinder- und Jugendbildung im digitalen Zeitalter gelingen kann – und welche Rolle Dritte Orte, Künstliche Intelligenz und hybride Lernformate darin spielen können, sollen oder müssen.

Fokusthemen

Dritte Orte

Musizieren entsteht nicht nur im Unterrichtsraum oder zu Hause. Digitale und analoge Zwischenräume – Jugendzentren, Medienlabore, virtuelle Communities, offene Werkstätten – werden zu Bühnen und Begegnungsräumen einer neuen musikalischen Bildungslandschaft. Wir erkunden, wie solche Orte musikalische Bildung niedrigschwellig, partizipativ und gemeinwesenorientiert ermöglichen und damit einen Beitrag leisten können, das gesellschaftliche Miteinander zu stärken

Künstliche Intelligenz 

KI-gestützte Tools komponieren, begleiten, korrigieren und inspirieren. Für die musikalische Bildung stellen sich damit neuartige Fragen: Wo beginnt künstlerische Autorschaft? Wie verändert KI das Lehren und Lernen von Musik? Wie begegnet man ethisch-moralischen Fragen? Was sind zeitgemäße Formen, mit den neuen Möglichkeiten produktiv zu arbeiten? Auch wenn hierauf keine endgültigen Antworten zu geben sind, liegt es in unserer Verantwortung, mit den neuen Phänomenen der digitalen Wirklichkeit kompetent und fachgerecht umzugehen und ein Bewusstsein für die Gefahren und Defizite dieser „Neuen Welt“ zu entwickeln.

Hybrides Lernen 

Analoge Begegnung und digitale Teilhabe sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten zeitgemäßer Musikvermittlung. Die Tagung soll Raum geben für Konzepte, die Präsenz- und Online-Formate so verzahnen, dass musikalische Bildung inklusiv und für möglichst viele Menschen ermöglicht wird. Gerade auch im Kontext von Bildung in ländlichen Räumen liegen hier womöglich Potentiale, die es zu erkunden und zu erproben gilt.

Zielgruppe

  • Musikpädagogische Fachkräfte und Wissenschaftler:innen 
  • Lehrkräfte an Musikschulen und allgemeinbildenden Schulen
  • in der Jugendarbeit und Kulturvermittlung Tätige 
  • Studierende 

    sowie

  • alle, die Musikbildung mit digitaler Zukunft denken möchten

Call for Papers und Workshopangebote

Die Tagung lebt von den Perspektiven, Erfahrungen und Projekten ihrer Teilnehmenden. Wir laden daher Fachkräfte aus Praxis, Forschung, Jugendarbeit und Kulturvermittlung ein, eigene Beiträge einzureichen – als Vortrag, Workshop oder Poster:

Mögliche Beitragsformate:

  • Referat (20 Minuten): Forschungsbefunde, Konzeptvorstellungen oder Evaluationen mit Diskussionsanteil (5−10 min). Mehrere Referate können im Rahmen eines thematisch übergeordneten Panels stattfinden
  • Workshop (90 Minuten): Erprobte oder experimentelle Formate zum Mitmachen, Ausprobieren und gemeinsamen Musizieren – gerne mit digitalen Tools, Apps o.ä
  • Postersession: Vorstellung eines konkreten Projekts oder einer Einrichtung mit Gelegenheit zum kollegialen Austausch

Für Studierende besteht die Möglichkeit, Abstracts zu kleinen Impulsreferaten zu den Fokusthemen (ca. 10 min) einzureichen und diese im Studierendenforum vorzustellen – als Einblick in die musikalische Bildung von morgen.

Willkommen sind Beiträge zu allen drei Fokusthemen – Dritte Orte, Künstliche Intelligenz, Hybrides Lernen – sowie weiterführende Perspektiven auf Digitalität in der musikalischen Kinder- und Jugendbildung.

Bitte reichen Sie Ihren Abstract ein mit:

  1. Titel des Beitrags
  2. Format (Vortrag, Workshop oder Poster)
  3. Kurze Inhaltsbeschreibung (max. 800 Zeichen) mit Bezug zu einem Fokusthema
  4. Angabe zu technischen oder räumlichen Anforderungen
  5. Name, Funktion und Institution

Einreichungsfrist: 06.01.2026 – via ConfTool (s.u.)

Die Programmkommission entscheidet bis 31. Januar 2027 über die Aufnahme in das Programm. Eine Veröffentlichung einiger ausgewählter Beiträge ist geplant.

Organisation & Anmeldung

Datum

3.-5. Mai 2027

Ort

Bundesakademie Trossingen

Teilnahmegebühr

115 €, Studierende 75 €

Anmeldung Via Conftool

Veranstalter

Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen e.V. in Kooperation mit der 

Staatliche Hochschule für Musik Trossingen und der 

Auf Wunsch steht Ihnen in der Bundesakademie ein begrenztes Kontingent an Zimmern zur Verfügung. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, das hauseigene Restaurant für die Hauptmahlzeiten zu besuchen. Die Buchung hierfür erfolgt ebenfalls über Conftool.